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Jan 13 / 2015

Auszeit auf Mallorca

Diese und die nächsten zwei Blog-Einträge werden einmal anders als die vorherigen. Wie ich bereits im Jahresrückblick erwähnt hatte, war ich im November auf Mallorca. Zum Auftanken, Nachdenken, treiben Lassen, zum Ziele setzen, Hinterfragen, zum Revue passieren, zum nach vorn schauen, zum mich Sammeln und einfach mal mich intensiv spüren. Ich kann mich nicht erinnern, ob ich, seit ich Kinder habe, über mehrere Tage mal dazu gekommen bin so für mich zu sein, daher empfand ich die Zeit als extrem intensiv, in mehrerer Hinsicht. Ich flog allerdings nicht allein dorthin, sondern mit einem spannenden Menschen, der mir die Abende prall gefüllt mit intensiven, tiefgründigen und wunderbaren Gesprächen versüßte. Für diese Reise hatte ich ursprünglich Pläne geschmiedet, die ich kurz davor wieder über Bord warf und mir dafür neue setzte. Ich wollte mich einfach mal, gegen meine sonst sehr ausgeprägte Natur immer alles perfekt und umfangreich vorzubereiten, treiben lassen. Einfach Kamera-Rucksack ins Auto schmeißen und losfahren, ohne Ziel und genaue Vorstellungen, beobachten, alles intensiv wahrnehmen, anhalten, wenn mich etwas zum Anhalten bewegt, weitergehen, weiterfahren, eben ungeplante Wege einschlagen. Und ehrlicherweise war ich erschrocken darüber wie schwer es mir fiel, immer wieder war ich versucht mir doch vorab Gedanken zu machen wohin ich fahre oder gehe, mir Ziele zu setzen, damit ich am Ende des Tages Ergebnisse habe. Doch dann habe ich mich gefragt, warum ich so sehr nach Ergebnissen lechze, warum ich glaube, dass diese mich zufriedener machen? Jeden Abend war ich mit der Fotoausbeute unzufrieden und hatte das Gefühl es läge daran, dass ich nicht kreativ genug bin aus dem, was ich zur Verfügung habe, etwas zu machen. Doch dann besann ich mich auf meine eigene Aufgabe eben nichts zu planen, sondern einfach mal die Dinge auf mich wirken zu lassen. Und allein die Erkenntnis, dass es mir so schwer fiel es einfach so zuzulassen, faszinierte mich und brachte mich selbst ein Stück näher zu mir. Und dann habe ich mir erneut die Frage gestellt, wie bereits die letzten Monate immer mal wieder, woher kommt Kreativität und  wie kann ich meine Kreativität steigern, wie und woher kann ich neue Ideen generieren? Auch das war ein Grund warum ich einfach mal genau das Gegenteil von dem tun wollte, was ich sonst tue. Zusätzlich, als hätte mich der sehr geschätzte Stilpirat, Steffen Böttcher, erhört, bekam ich Anfang Oktober letzten Jahres eine Email von seiner großartigen Frau, Christina, in der sie den neuen Workshop “Mindclass” ankündigte. Kurzerhand habe ich mich für den Workshop angemeldet und bin schon mega gespannt wie er sein wird, denn er befasst sich u.a. genau mit diesem Thema. Bereits Ende 2012 habe ich bei Steffen den Workshop “Masterclass” besucht und möchte gelinde gesagt behaupten, dieser hat meine Sicht der Dinge als Fotografin bedeutend verändert. Und nun, genau in dieser gedanklichen Phase folgt dieser neue Workshop. WAHNSINN!

Doch nun zurück nach Mallorca und die damit verbundenen Gedankenanstöße. Ich würde zwar nicht behaupten, dass nun, nach diesen intensiven Tagen, alle Ziele klar vor mir liegen, ich auf alle Fragen eine Antwort habe, doch ich habe mich innerlich auf den Weg gemacht und das fühlt sich wunderbar an. Und als ich mir nun, einige Woche danach, die Fotos nochmals anschaute, berührten mich doch so einige, erzählen mir die Bilder eine Geschichte und ich beschloss hier einige zu veröffentlichen. Ich teile sie etwas auf und beginne mit Fotos aus dem wundervollen, nur so voll Überraschung steckendem, voll mit Geschichten gepackten Haus und meinen ersten Ausflügen. In dem nächsten Blog-Eintrag zeige ich meine schwarz-weiß Sicht auf Mallorca und im darauffolgenden eine bunte Mischung, von allem etwas.