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Jan 15 / 2015

Mallorca in sw

Als ich den ersten Streifzug durch das auf Mallorca Haus gemacht habe, hätte ich so gern mehr über die Geschichte des Hauses und deren Bewohner erfahren. Über allem lag so ein Schleier der Vergangenheit, vieler Familienerlebnisse, vielleicht sogar Schicksale, eben viel Erlebten. Ich habe mich gefragt wie alt das Haus ist, wer darin gewohnt, geboren wurde und gestorben ist. Auf dem Speicher fand ich z.B. diese alten Rollschuhe und habe mich gefragt wer fuhr wohl glücklich damit durch die Straßen, wer waren die Menschen auf den alten Bildern, wer ist mit den Koffern durch die Welt oder auch nur durch Mallorca gereist? Warum wurde das Haus irgendwann verkauft und nun  vermietet? Am liebsten hätte ich die Nachbarn ausgefragt, genau gegenüber wohnt ein altes Paar, die vielleicht etwas wissen könnten, doch die Sprachbarriere hinderte mich daran, ich spreche kein spanisch, der alte Mann kein deutsch oder englisch und so lief ich im Haus umher und dachte mir selbst die Geschichten zu jedem Detail, das ich wahrnahm, aus. Obwohl ich mehrere Mal durch das Haus tigerte, fand ich immer wieder etwas neues, was mich inne halten und nachdenken ließ und ich freue mich heute schon darauf, dass ich mir im März weitere Geschichten ausdenken kann und vielleicht sogar eine eigene kleine Geschichte hinterlassen werde.

Bei meinen Streifzügen durch Mallorca hatte ich das wunderbare Glück alles an Wetter erleben zu dürfen, was der November eben so bereithalten kann, von anfangs Sonne und 23 °C, bis starkem Wind, Regen, Blitzen und Donner. Einen Tag bin ich vor Sonnenaufgang aufgestanden, weil ich unbedingt einmal den fantastischen 360° Blick von der atemberaubenden Dachterrasse im Morgenlicht sehen wollte. Überhaupt hat es mir die Dachterrasse angetan, ich war sehr oft dort oben und vergaß dabei das Gefühl für Raum und Zeit. An einem Tag war es ganz besonders mystisch, auf der einen Seite schien die Sonne, auf der anderen zog sich der Himmel zu, es regnete, blitze und donnerte gewaltig. Ich stand wie gebannt mitten drin, fror, es war mir aber egal und hätte so gern diese einzigartige Atmosphäre eingefangen. Auch wenn mir das vielleicht nicht auf einem Foto geglückt ist, zumindest in meinem Herzen hat sich die Erinnerung fest gebrannt und in mir Fotoideen geweckt, die ich dort oben gern umsetzen möchte. Ach März, ich freue mich auf dich.