Impressum | Datenschutz Copyright © 2019 by Daniela Ponath. All Rights Reserved.

Jun 14 / 2019

Wie läuft so ein Businessporträt eigentlich ab?

Immer mal wieder werde ich gefragt oder bekomme den Hinweis, dass ich so wenig über mich und meine Art der Arbeit, meine Herangehensweise schreibe. Daher habe ich beschlossen zu dem Thema, „Wie läuft so ein Businessporträt mit Daniela eigentlich ab?“, einen Blog-Eintrag zu verfassen.

Fangen wir beim Erstkontakt einmal an. Wenn ich eine Anfrage via Email, wie z.B. von der abgebildeten Kundin, erhalte, erbitte ich immer ein telefonisches Vorgespräch, damit ich zum einen in Erfahrung bringen kann, was der Kunde genau möchte und zum anderen um die erste Brücke, den ersten persönlichen Kontakt herzustellen.  Zuvor versuche ich ein paar Informationen über die Person bzw. über das Unternehmen herauszufinden. Insbesondere finde ich den ersten Eindruck, den jemand auf mich macht, wichtig. Darauf aufbauend versuche ich mit gezielten Fragen in Erfahrung zu bringen, was für eine Art von Businessporträt der Kunde sich vorstellt, schlage erste, eigene Ideen vor, ermittle, was typisch für die Branche, für die Person ist, mache mir Notizen und biete, je nach Aufwand und Umfang ein weiteres Telefonat oder ein Treffen vor, um weitere Details zu besprechen. Im Anschluss erstelle ich ein individuelles Angebot für das Businessporträt, warte auf die Annahme des Angebotes und gehe dann in die Detailplanung.

Ich stimme die Bildideen mit dem Kunden ab, erstelle ein Moodboard, das ich beim Fototermin dabei habe, sende dem Kunden vorab ein Informationsschreiben zum Thema „Wie bereite ich mich am besten auf das Fotoshooting vor?“  und erstelle in Zusammenarbeit mit dem Kunden den Ablauf- bzw. Zeitplan.

Mit meinem Team, meist bestehend aus Mirjam, meiner allerliebsten Make-up Artist, und Patrick, meinem super Fotoassistenten, sind wir immer mindestens 20-30 min vor der vereinbarten Zeit vor Ort. Mir ist es ganz wichtig, dass wir mehr als pünktlich und damit immer vor dem Kunden da sind und uns schon einmal umschauen, mit dem Aufbau beginnen etc.

Wenn der Kunde dann kommt, sorgen wir für maximal entspannte, angenehme und fröhliche Stimmung. Dies ist für mich eine Grundvoraussetzung eines guten Shootings. Viele unserer Kunden sind vor dem Fototermin nervös, versuchen dies oft zu überspielen, daher ist es umso wichtiger, dass wir ihnen die Ängste, Sorgen oder Unsicherheiten nehmen.

Nach einem kurzen Vorgespräch beginnen Patrick und ich mit dem Aufbau des Lichtsetups und Mirjam mit dem Make-up. Wenn wir damit fertig sind, machen wir die ersten Testaufnahmen, Licht wird individuell an die jeweilige Person angepasst, ggf. noch einmal gepudert und dann geht es los.

Mir geht es beim Fotografieren vor allem darum, dass ich mich voll und ganz auf mein Gegenüber einlasse, ihn beobachte, mich in ihn hineinversetze, mich hinein fühle. Nach den ersten Fotos schauen wir uns die Bilder auf dem Ipad an, auf das ich mittels einer Funk-SD-Karte die Fotos überspiele. Anhand der ersten Fotos besprechen wir Körperhaltung, Posen, Gesichtsausdruck etc. Ganz oft kann ich da bereits zeigen worauf es ankommt, was wir noch optimieren oder ausprobieren können. Und meist, wie von selbst, ergeben sich plötzlich neue Bildideen, die vorher noch nicht da waren. Einfach nur, weil die Person vor der Kamera eine andere Pose eingenommen hat oder etwas gesagt habe, was ich dann aufgreife. So war es auch bei dieser Kundin. Die Aufnahme, die ich von oben gemacht habe, war anfangs so nicht geplant, wir probierten es dann einfach aus und fanden es alle super. Auch wenn ich immer einen roten Faden für ein Shooting habe sowie auch ein Moodboard, ist es für mich am aller wichtigsten hinzuschauen, mental voll und ganz bei meinem Gegenüber zu bleiben und vor allem dafür zu sorgen, dass sich der Mensch vor der Kamera entspannt, sich wohlfühlt und gar Spaß dabei entwickelt fotografiert zu werden. Wenn ich das schaffe, mein Kunde am Ende nach Hause fährt mit einer tollen Erinnerung an das Shooting im Kopf und Herz, dann habe ich erreicht, was ich mir wünsche. Und folgt dann noch ein persönliches, emotionales Feedback, von denen es mittlerweile auch viele auf meiner Homepage, unter über mich, gibt, so auch von dieser Kundin, dann bin ich im 7.Himmel und super happy.

Bevor wir das Shooting allerdings beenden, hat der Kunde immer noch einmal die Gelegenheit sich die Fotos auf dem Ipad anzuschauen, Favoriten, die ich in der Kamera markiere, auszuwählen und somit bereits am Set mit zu entscheiden welche Aufnahmen in die engere Wahl kommen. Im Anschluss daran kann der Kunde in Ruhe Feierabend machen oder weiterarbeiten und wir räumen auf und ein.

Nach Abgabe des Auftrags bitte ich meine Kunden immer um ein Feedback, zum einen um in Erfahrung zu bringen wie sie unsere Arbeit einschätzen, zum anderen um anderen Kunden Einblicke in unsere Arbeit gewähren zu können. Noch viel wichtiger jedoch ist mir das Feedback, weil es für unsere Arbeit oft die beste und größte Entlohnung ist, uns wertschätzt, stärkt und Kraft und Überzeugung schenkt genauso weiter zu machen.

An dieser Stelle möchte ich Tanja für ihr Feedback und ihre Freigabe, die Fotos hier zeigen zu können, danken. Es war mir ein Vergnügen dich fotografieren  zu dürfen, immer wieder schaue ich mir deine Bilder so gern an.